Pharrell Williams schreibt jetzt auch

6 Mai

 

 

Und wieder ist ein neuer Star-Autor geboren. Das Multitalent Pharrell Williams hat seine Autobiographie niedergekritzelt und wartet im Oktober in den Staaten mit seinem Style-Diary auf. Darin verarbeitet er Persönliches, Primitives und Populäres. Und Fotos. Es wird Interviews mit Freunden wie  Jay-Z, Kanye West und Hans Zimmer geben. Und noch mehr Fotos.

Ganz logisch ist somit auch der Name des Werkes: PLACES AND SPACES I`VE BEEN http://www.bbcicecream.com/blog/2012/04/22/places-spaces-ive-been/

Na dann, ich warte geduldig. Auch wenns nicht so dramatisch viel zu lesen geben wird, gibt’s dennoch wertvolle Meilensteine zu beobachten, die Pharrell im Medien-Business geschaffen hat.

In Analogie zu Justin Bieber, der in FIRST STEP 2 FOREVER seine Kindergartenzeit umgeht und sich gleich vollends mit Babyspeck und fehlendem Zahnspangen-Gerüst auf die Bühne stürtzte. Da verspricht das stundenlange Anstarren einer Erbse sicher mehr.

Aber darum geht’s ja nun nicht, also Pharrell – dich kauf ich!

Hier könnt ihr schon vorbestellen:

http://www.amazon.de/Pharrell-Places-Spaces-Ive-Been/dp/0847835898

 

Hardcore Help Foundation

6 Apr

Die Post-Hardcore Band WATERDOWN ist jetzt auf Abschiedstournee und hat sich für diese einen ganzen besonderen Anlass zu Herzen genommen. Sie sammelt auf jedem Konzert im April und Mai ein altes Hardcore/Punkrock-Shirt der Besucher und versteigert alles zusammen am Ende ihrer Tour an Interessenten. Der Erlös der Spende geht an Kinder in Afrika, Obdachlose in Deutschland oder Fukushima-Opfer in Japan. Eben überall hin. Also seid auch ihr dabei!

Unterstützt die Hardcore Help Foundation: http://hardcore-help.com/

Kramt eure alten Shirts raus, geht für gerade mal 10Euro (wenn überhaupt) zum Konzert und fühlt euch gut dabei.

<3 & Peace!

Hipster-Sherlock

19 Mar

Ach die Engländer, wir hassen und lieben sie zugleich. Zum einem bietet sich das Spektrum an Touristen, denen wir die besten Clubs / Bars / Fussballpubs mit möglichst exzessiver Zulaufquote an Menschen und Spirituosen empfehlen sollen, bis sie sich in ihrem eigenen Kauderwelsch ergeben. Zum anderen liefern sie uns die spektakulärsten Serien, die wir uns mit einer supranaturalen Explosion unserer maßlosen Fantasiewelt höchstens im Rausch von LSD erhoffen dürfen. Doch Sherlock bewegt sich fernab von jeder Droge, um nicht zu sagen er verkörpert sie par excellence.

Wir befinden uns im modernen London, welches grauer und regnerischer nicht hätte sein können. Doch trotzdem fühlen wir uns besonnen an der Seite von Sherlock Holmes, der selbst die Beefeater vorm Tower mit zwinkernden Augen zum Erweichen bringt. Dank seiner fabelhaften Begabung, jede Einzelheit eines Menschen durch seinen Röntgenblick à la Superman ausfindig zu machen, ist sich die Beweissuche am Tatort ohnehin schon selbst überlassen. Und aus genau diesem Grund arbeitet sein Karma mit der hiesigen Polizei zusammen.

In der ersten Staffel lernen wir ihn als mittellosen Berater kennen, welcher seiner Umwelt als anonymer Visionär gegenübersteht und sich in seinem Nerd-Dasein durch die unzähligen Mordfälle der Times im Internet klickt und diese auf seinem, eigens dafür angelegten, Blog festhält. Dabei stößt er auf Fälle, die selbst die fluoreszierende Existenz eines Kaninchens in Frage stellen. Fragen, die die Welt mit Atomkraftwerken beantwortet. Doch für Sherlock ist das ganz und gar nicht die Lösung des Problems, er sucht nach den Wegen, die der Welt das nukleare Gift überhaupt erst eingeimpft haben.

Nicht ohne Grund, hat sich der Detektiv einen Mitbewohner in seiner trostlosen Behausung in der Bakerstreet 221 b zugelegt. Einen, der diesen Ermittlungen sinngemäß als ehemaliger Militärarzt (mit einem tauben Bein) nachgehen kann. Dr. Watson verkörpert den Menschen, der den postmodernen Holmes adäquat entschlüsselt. Er fungiert als Assistent und später als Freund, der von einem snobistischen Detektiv nicht unbedingt akzeptiert werden will. Erst in der zweiten Staffel wissen wir, dass Watson nicht nur seinen Seelenklempner, sondern vielmehr auch seine unfreiwillige Familie darstellt.

Doch da ein familiäres Detektivspielchen unter Männern viel zu öde und irgendwie bedenklich pervers wäre, gibt es die guten alten Feinde. Natürlich gibt es sie, was wäre eine Krimiserie überhaupt ohne Jäger und Gejagte? Professor James Moriarty aka „Der Napoleon des Verbrechens“ agiert als der große Diktator, der sich nichts sehnlicher als Sherlock Holmes in Form eines Drei-Gänge-Menüs zur Henkersmahlzeit auf seinem Teller wünscht.

Und so beginnen die Festspiele, die pro Folge stattliche 90 Minuten einer ungeteilten Aufmerksamkeit abverlangen und damit eine cineastische Achterbahnfahrt unter den meist stereotypen 25- minütigen Serienfolgen schaffen. Besonders durch den Einklang von Musik, Kamera und Schnitt gelingt eine Inszenierung, die die Filmlänge durchaus wert ist.

Holmes und Watson sind fabulöse Wesen, die selbst im Spülkasten der Toilette irgendeinen lächerlichen Hinweis finden würden, um den Mord an einer Scheißhausfliege aufzuklären. Durch britischen Wortwitz und dem dandyhaften Stil eines Sherlock gelingt die Serie charakteristisch in vollen Zügen.

Die dritte Staffel wurde bereits stattgegeben und lässt meine Synapsen schon jetzt heimatlos durch meine Gehirnwindungen irren. Ich freue mich auf penetrierende Röntgenblicke, Hipster-Attitüden und einen vernebelten britischen Akzent, den ich bis heute noch nicht ganz verstehe. Aber ich arbeite daran, indem ich mich mit trendy Engländern á la Pete Doherty in versifften Imbissbuden bis zur Besinnungslosigkeit betrinke und danach einschlägige Sprachkurse an der Volkshochschule besuche.

http://hipster-sherlock.tumblr.com/

It depends on your attention!

7 Mar

Be your own Valentine

14 Feb

Es ist Valentinstag. Und bisher war mein Tag ganz wunderbar, um nicht zu sagen die schönste Liebeserklärung seit drei Jahren. Es ist wohl das beste Gefühl auf der Welt jemanden zu lieben… zu empfinden, zu schwärmen, Emotionen zu zeigen, zu teilen und einfach permanent Sex zu haben. Absofuckinglutely!

Aber dafür muss man auch hart arbeiten, denn mal eben in den Späti zu gehen, eine Tiefkühlpizza und drei Bier zu kaufen, um die nächste Blondine in pinkfarbener Jogginghose anzusabbern: “Du, ich hab die besten Filme zu Hause.” funktioniert in diesem System leider nicht.

So wie sich viele Liebe vorstellen, läuft sie darauf hinaus Additionsaufgaben von 1+1 zu lösen und dann mit einem kleinen Bienchen, haufenweise Küssen und lustvollen Geschlechtsteilen belohnt zu werden. Dies schlägt dann von einer hoch geschätzten Qualität in eine stupide Quantität um und zack sind er/sie/es eine prädestinierte Hure der 0-8-15-Liga unter den Singles. Herzlichen Glückwunsch!

Doch noch viel schlimmer ist die Arroganz und Ignoranz des Singles. Menschen, die nur mit sich leben können, weil sich ihre eigene Narzissmuswolke just in einer Umlaufbahn vom Radius Null befindet, sollten es auch einfach dabei belassen und besser darauf achten, wo sie jetzt stehen und wie sie da stehen. Der Scheißhaufen unter dem Schuh wusste es leider auch nicht besser.

Also Leute, hört auf herum zu heulen und alles und jeden, der irgendwie glücklich daherkommt, zu haten. Bitte liebt erst mal euch selbst, bevor ihr einen anderen liebt. Marilyn Manson hat es schließlich auch so gemacht.

LOVE und

Liebste Liebesgrüße zum Liebestag!

Die Chance zu leben

7 Feb

Die Luft ist kalt und rein, nur der Zigarettenrauch, den ich schweren Herzens inhaliere, hält mich in jenem Moment warm. Zu wirr sind meine Gedanken als das ich sie geordnet aus den Schubladen holen und abrufen könnte. Der menschliche Mechanismus in mir funktioniert nicht mehr. Schon seit ein paar Tagen, Wochen, vielleicht auch Monaten. Seit ich weiß, das mein Bruder aus dem Gefängnis entlassen wird.

Eine Reisetasche der letzten dreizehn Jahre hängt leicht und unbeschwert auf seiner Schulter als er mir mit kleinen, blinzelnden Augen gegenübertritt. Sein Aussehen hebt sich komplett von dem meines Bruders ab. Er hat braunes Haar, welches fast bis über die Ohren reicht. Sein Gesicht ist markant und eingefallen, aber dennoch rosig und frisch. Den dunkelblauen Trenchcoat trägt er passend zur Farbe seiner Nike Schuhe, die sportlich und neu im Wintersonnenschein glänzen.

„Im Gegensatz zu dir, sehe ich aus wie eine Second- Hand- Kleiderstange!“, rutscht es mir ungeniert als Erstes raus. „Naja, mein Betreuer hat sich gut um mich gekümmert.“ entgegnet er mir verlegen. Ich öffne meine Arme zur Begrüßung und schließe ihn ganz fest ein. „Du hast mir gefehlt, Eric.“ Während er sich langsam aus meiner Umarmung löst, schaut er betreten zu Boden und flüstert: „Jack.“

Sie haben ihm eine neue Identität gegeben. Einen neuen Namen. Ein neues Leben. Er ist nicht mehr der Mörder eines gleichaltrigen Mädchens, welches er als Zehnjähriger mit seinem besten Freund im Fluss unter einer entlegenen Brücke mit einem Holzpfeiler getötete hat. Er ist Jack. Mein Bruder, der ganz von vorn anfängt.

„Was ist ein Panini?“ fragt er mich die Speisekarte wie ein Blinder studierend und schaut entgeistert auf. „Das ist ein italienisches Sandwich, welches meist warm serviert wird.“ antwortete ich monoton und reiche ihm eine Zigarette über den Tisch. Es ist seltsam, ihn bei mir zu haben, nachdem er ewige Zeit weggeschlossen und aus meinem sozialen Umfeld entrissen war. Es ist, ganz übel ausgedrückt, als würde das Plüschtier, welches seit der Teeniezeit im Karton auf dem Dachboden verbracht hat, wieder hervorgeholt, entstaubt und enthusiastisch durch die Gegend geworfen werden.

Unsere Eltern haben Eric seit der Verurteilung aufgegeben. In ihren Köpfen und ihrem Lebensinhalt existiert mein Bruder nicht mehr. Zu schlimm war für sie das Geschehen, dass sich damals in unserer Nachbarschaft und Familie ereignete. Eric war schreiend vom dem Tatort nach Hause gerannt. Blutverschmiert und weinend saß er am Küchentisch als ich ihn mit Kinderaugen sah. Mein Vater prügelte auf ihn ein. Meine Mutter hielt sich entsetzt die Hände vors Gesicht. Keiner hatte sich unter Kontrolle.

Die Polizei führte einen Zwölfjährigen im großen Stil eines Schwerverbrechers ab. Die Handschellen auf dem Rücken, die Waffe im Genick. Eric warf mir durch die Fensterscheibe des Polizeiwagens einen letzten Blick zu, der Nacht für Nacht in meinen Träumen sagte: „Bitte vergib mir!“ Die Welt brach für mich jeden Tag erneut zusammen und ich hörte auf zu Atmen. Ich wusste nicht was geschehen war. Blut und Mord füllten meinen sonst so leeren Kopf. Und die gleichen unbeantworteten Fragen kreisten ewig um mich herum, wenn ich in seinem leeren Zimmer saß und verloren aus dem Fenster blickte: Warum mein Bruder? Was hat ihn dazu veranlasst? Was ist an diesem Tag mit ihm passiert?

Nun sind die Dinge klar und gerichtet. Eric wurde damals von seinem besten Freund genötigt das Mädchen zu töten. Er hatte nie eingewilligt und im Eifer des Gefechts keine Kontrolle über den Verlauf gehabt. Das Mädchen wehrte sich und schlug auf seinen Freund ein. Ihn ereilte die Ohnmacht und er hörte nur noch Schreie, die sich mit Wasser vermengten und bald für immer im Strudel untergingen. Am nächsten Tag fand man seinen besten Freund tot auf. Er hatte sich umgebracht.

Die Strafe musste er alleine absitzen. Dreizehn Jahre. Und als es vorbei war, wollte er nicht raus. Doch ich habe ihn geholt und ihm die Welt gezeigt. Ich weiß auch, das es richtig war, selbst wenn die Menschen denken es wäre falsch. Sie hassen ihn, sind wütend und das auch zu recht. Auch jetzt noch. Die Gerechtigkeit gegenüber der Familie des Mädchens wird nie komplett vergolten sein. Aber das Leben geht weiter und er geht mit.

Heute ist mein Bruder Rettungsassistent. Fünf Jahre sind vergangen seit er aus dem Gefängnis entlassen wurde, nahezu zwanzig seit er an einem Mord beteiligt war. Ein Mensch ist gestorben und unzählige leben weiter. Das ist keine Entschuldigung, kein Vergeben und kein Vergessen, aber es ist ein Schritt. Ein Schritt, der uns menschliche Vernunft aufzeigt und uns lehrt, das wir ein richtiges Leben haben, welches wertvoll und schätzbar ist, wir es aber dennoch vor dem Tod nicht retten können.

Don’t stop to breathe

I will bury you there’s a place in my heart

Where we could be better off alone

I will bury, you let it go

HELLO

18 Jan

Zu Beginn des neuen Jahres lässt sich schon mal ein HELLO durch die Lippen pressen. Diese “Floskel” geht zwar bei vielen Mitmenschen im Laufe des Jahres verloren, doch dafür gibt sie hier einen nett verpackten Anreiz zur Weiternutzung. Ein Video, welches durch den Zusammenschnitt von unzähligen Meisterwerken eine neue Ebene der Aufmerksamkeit und kulturellen Wertschätzung des Wortes HELLO beweist. Musik anders. Kultur pur. Und das alles ganz ohne Lionel Richie. Absolut fantastisch.

Und nun zum mitsingen:

I’ve been alone with you inside my mind
and in my dreams I’ve kissed your lips
a thousand times
I sometimes see you pass outside my door

Hello is it me you’re looking for
I can see it in your eyes
I can see it in your smile
you’re all I ever wanted
and my arms are open wide
’cause you know just what to say
and you know just what to do
and I want to tell you so much
I love you

I long to see the sunlight in your hair
and tell you time and time again
how much I care
sometimes I feel my heart will overflow

Hello I just got to let you know
’cause I wonder where you are
and I wonder what you do
are you somewhere feeling lonely
or is someone loving you
tell me how to win your heart
for I haven’t got a clue
but let me start by saying
I love you

Hello is it me you’re looking for
’cause I wonder where you are
and I wonder what you do
are you somewhere feeling lonely
or is someone loving you
tell me how to win your heart
for I haven’t got a clue
but let me start by saying
I love you

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