Fleischlose Kunst

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Seit Beginn dieser Woche dreht sich in der Hauptstadt ungefähr alles um dieses eine Thema – Fashion. Und genau aus dem Grund folgt jetzt kein Artikel über Fashion. Richtig. Aus Protest-Gründen des Tierschutzvereins peta jedoch, der sich eben genau diesem Brennpunkt widmet, indem er die Herstellung von einigen Designs kritisiert, soll an dieser Stelle eine Annäherung an das Thema „Fleischlose Kunst“ vorgenommen werden. Die Fotos, die bezüglich des Protestes vor dem Brandenburger Tor von der Presse publiziert wurden, sprechen für sich. Dazu kann und soll sich jeder sein eigenes Bild machen. Ich will an dieser Stelle eher noch die Grundsätze der Protestanten präsentieren und aufzeigen, wie diese immer noch von unserer Gesellschaft dargestellt und immer noch negiert werden.

Die ewige Diskussion

Erst neulich saß ich zusammen mit meinem Chef in der Mittagspause in einer kleinen Pizzeria, die sich aufgrund nächster Nähe und günstiger Angebote für einen schnellen Verzehr anbot und wählte, ohne große Entscheidungsgefälle die Speisekarte zu studieren, die Nummer eins, da sich eben nur diese, als einziges vegetarisches Gericht darauf finden ließ. Mein Chef hingegen arbeitete sich durch die Spalten über Schwein, Rind und Fisch und riet mir unterdessen etwas richtiges zu bestellen, da wir ja schließlich noch einen langen Arbeitstag vor uns hätten. Und da war wieder dieser Moment, dem ich seit geraumer Zeit aus einem automatisiertem Schutzmechanismus heraus versuche zu entfliehen, aber in dem ich dann trotzdem sage: „Ich esse kein Fleisch.“ Denn ab dann verläuft jedes Gespräch darüber, immer wieder gleich.

Die fehlenden Nährstoffe: „Ohne Fleisch fehlt einem doch was“ bekomme ich oft zu hören und werde gefragt, wie ich denn meinen Eisenwert oder Vitaminhaushalt ausgleiche, um meine körperlichen Konditionen bei Laune zu halten. Die Kette kann sicherlich noch unendlich lang weitergeführt werden, aber muss sie das überhaupt, wenn es mir damit gut geht?

  1. Der Trendsetter: „Ich mach da gar nicht erst mit“ ist das kaum zu überhörende zweite Argument, dass gleich dem ersten hinterher geworfen wird. Irgend jemand kam daher, hat „fleischlose Kunst“ für gut befunden und nun müssen alle mitziehen und sich an der neuesten Mode ausprobieren, wird behauptet.

Aber geht es überhaupt darum? Der Mensch kann auch ohne Fleisch ganz gut leben und das ist wissenschaftlich bewiesen, da kann der Gedanke mit Jäger und Sammler noch so schön aussehen. Ich weiß, fleischlos hin oder her, ich bin kein besserer Mensch, dennoch kann ich meinen persönlichen Beitrag für eine zukunftsorientierte Umwelt leisten. Das kann jeder andere auch. Sei es durch vegane Produkte wie Seife, Make Up oder Bekleidung, doch anscheinend kennt sich ja fast jeder damit aus, wird behauptet.

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Die weiße Weste 

Schließlich wird dann nach den Missetaten der Menschen gesucht, die sich nur im geringsten darüber äußern, ganz ohne voreingenommen zu sein. Schon allein die Entscheidung des fleischlosen Lebens sorgt oft für Widerspruch, wo sonst keiner kommt. Ich rauche nicht. Okay. Ich trinke nicht. Ach so. Ich dusche gerne nackt. Ähm ja. Warum wird nur diese Entscheidung so dermaßen verkannt, dass sie einem Trend gleich kommt? Warum wird nicht geurteilt, statt zu verurteilen? Warum kann sich nicht jeder, so ernähren wie er will? Mit Fleisch. Oder ohne. Ganz egal. Nur die Toleranz ist hierzulande kaum da.

Während einige sich ein Steak in der Pfanne zubereiten, wird bei anderen die Möhre angebraten. Klingt jetzt wie ein absonderlicher Vergleich, aber das Prinzip ist ganz einfach und es funktioniert. Ich bin satt, glücklich und kann ohne das Stück Fleisch als Zusatz leben. Dennoch wird gerne die Gefühlswelt einer Karotte aufgestellt. Es könnte sie schmerzen, wenn ich in sie beiße. Und auch dieser Gedanke ist möglich. Und wir müssen lernen ihn zu tolerieren. Ohne uns zu derangieren.

 Der globale Vergleich

Es erscheint mir noch nicht mal die Tradition oder Angewohnheit als das grundlegende Problem, sondern vielmehr noch das fehlende Verständnis oder der Wille, sich mit Ernährung bewusst zu befassen. Es gibt genügend Länder, die stets als Beispiel grausamer Tierquälerei dienen und in dem Fluss beziehungsweise Frust der Argumentation vorgeschoben werden, um von unserer Lebensmittelindustrie abzulenken. Daran ist ja auch nichts falsch, so machen es Länder wie Japan mit illegalem Walfang oder China mit illegalem Tiermissbrauch oft genug in den Medien vor. In Deutschland wird da am wenigsten genörgelt, schließlich können wir ja unsere Schuld viel schneller rein waschen, indem wir mal ab und zu ein Bioei im Supermarkt unseres Vertrauens kaufen. Dann ist das Thema abgetan und wir können mit dem Konsum von billigem Hackfleisch weitermachen. Ohne zu pauschalisieren.

Konsum zum Überfluss

Inzwischen leben über 800.000 Veganer und rund 7 Millionen Vegetarier in Deutschland, die Tendenz: kontinuierlich steigend. Und das ist ein Trend, der für unsere Gesellschaft mittlerweile unverzichtbar geworden ist. Obschon sich auf unserer Welt alles bietet, wir auf nichts verzichten müssen und zu dem greifen können, worauf wir Lust haben, schließt sich vielleicht gerade deswegen die Frage nach dem Überfluss an der eigentlich doch so unscheinbaren Debatte nicht aus, denn es ist alles in unserer Konsumgesellschaft mittlerweile zu einer begrenzten Ressource geworden. Auch Tiere.

Eine moderne Gesellschaft wie unsere heutige, hat das bisweilen größte Mitspracherecht in Europa und übt den meisten Einfluss auf globale Geschehen aus. Warum sitze ich also mit meinem Chef in einer Pizzeria und führe nebensächliche Diskussionen darüber, ob es meinem Körperhaushalt an Vitaminen mangelt, wenn sich diese eine Thematik, neben all den anderen, unlängst zu einer fortschreitenden Kulturtheorie des 21. Jahrhunderts formiert hat? Diese Frage stelle ich mir manchmal. Nur so.

Also auch diesen Beitrag, trotz Fashion Week, sollte man kurz wirken lassen, um dann zurück zum Headliner zu kehren: Warum werden Menschen, die in jeglicher Hinsicht auf Fleisch verzichten und sich dem Leben der Tiere widmen, indem sie sich gegen Pelze aussprechen, angegriffen? Vor allem in unmittelbarer Nähe von Modemessen, wo es doch eigentlich ganz besonders um die Nachhaltigkeit von Produkten gehen sollte?

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Künstlerkrieg an der East Side Gallery

Und wieder steht die East Side Gallery im Fokus des gesellschaftskritischen Geschehens in Berlin. Zurecht! Denn vorgestern startete das Pop-Art-Multi-Künstlertalent Jim Avignon eine Nacht und Nebel Aktion, bei der er sein einstiges Kriegs-Kunstwerk „Doin It Cool For The East Side“ zu einem brisanten, fröhlich dreinstrahlenden Baumännchen-Komplex namens „Bild 83“ umgestaltete.

So schnell wie es an die Mauergalerie, die sich von der Oberbaumbrücke zum Ostbahnhof zieht, gesprayt wurde, genauso schnell zog sich die dunkle Gewitterwolke über Avignon auf. Schließlich habe er damit den Denkmalschutz der East Side Gallery verletzt, heißt es. Dafür soll ihm nun eine dickes Bußgeld vom Senat drohen und weil das nicht genug ist, soll er seine „Kunst“ wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Ja nee, ist klar!

Avignon hingegen beruft sich auf seine Urheberrechte und stellt sich quer. Denn wie sich jeder vorstellen kann, war und ist Kunst schon immer da gewesen, um zu provozieren oder auf sich aufmerksam zu machen. Und genau diesem Zweck geht sein „denkmalgeschützes“ Werk seiner Meinung nicht mehr nach. Viel wichtiger ist es in der Zeit zu leben, omnipräsent zu sein, über die Zukunft hinwegzudenken. Aus diesem Grund hat sich Avignon auch für das „Bild 83“ entschieden. Es kritisiert eben genau jene Gesellschaft und stellt sich der Veränderung, die Berlin logischerweise mit sich bringt.

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„So funktioniert das Gesetz der Straße“

Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Bild an der East Side Gallery zu übermalen?

Jim Avignon: Erst einmal ist das gar nicht mehr mein Bild. Ich habe mein ursprüngliches Bild im Jahr 1991 übermalt. Später wurde es dann von Kunsthochschülern wieder zurückgemalt. Meine emotionale Bindung zu dem Bild ist daher nicht sehr groß. Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, das Werk erneut zu übermalen. Und dann kam Arte mit der Idee auf mich zu, einen Flashmob anzuzetteln.

Verstehen Sie die Kritik, die gegen Ihre Aktion geäußert wird?

Wer auf der Straße malt, weiß, dass seine Bilder nicht für die Ewigkeit gemacht sind. Ich habe schon überall auf der Welt gezeichnet, und oft wurden meine Bilder nach einer Zeit von anderen Künstlern übermalt. Das ist okay – so funktioniert das Gesetz der Straße. Es ist reaktionär, einen alten Zustand krampfhaft aufrechtzuerhalten. Deswegen habe ich mich auch von Anfang an nicht an den Renovierungsarbeiten an der East Side Gallery beteiligt.

Was erhoffen Sie sich davon, nun ein neues Bild an der East Side Gallery erschaffen zu haben?

Ich möchte damit gern eine Diskussion anregen – aber niemanden bevormunden. Ich hänge einfach nicht sehr an meinem Bild, das ich mit Anfang 20 erschaffen habe. Ich habe mich als Künstler weiterentwickelt und käme mir albern vor, ein altes Werk noch einmal Strich für Strich nachzuzeichnen. Aber das soll jeder Künstler für sich selbst entscheiden. Es könnte doch eine charmante Idee sein, jedes Jahr die Mauer für Künstler aus aller Welt neu auszuschreiben. So könnte man den sich ständig wandelnden Zeitgeist gut einfangen.

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Quelle Interview: © Berliner Morgenpost 2013

„I put my money where my mouth is“

 

James Franco machte es wohl in dem schlechtesten Film diesen Jahres vor – Grillz sind de facto Modethema 2013. Dabei ist dieser Trend doch spätestens seit 2006, als Rapper Nelly angab sich mehr auf seine „Schauspielerkarriere“ für Rollen wie in Beverly Hills 90210 konzentrieren zu wollen, dahin. Dachte man, aber nun tragen auch Pop-Diven wie Miley Cyrus, Madonna oder Beyoncé den diamant-besetzten Zahnspangenersatz Deluxe als hätte es nie etwas Besseres gegeben. Besonders die AK-47, die Rihannas Gebiß verziert, ist durchaus kritisch zu betrachten.

In den USA wurde auf vier Schul-Districten ein Verbot ausgesprochen, mit der Begründung dass das Tragen von Mundjuwelen zu einem Wettkampf an der Schule ausarten und sich kriminelle „Gangs“ formieren könnten, die die Schule zu einem Kriegsschauplatz gestalten würden. Die aktuellere, durchaus friedlichere, Version wurde anhand des Funkelns der Zähne festgemacht, das schnell vom Lehrstoff ablenken ließe. Nicht nur Disziplin spricht dagegen, sondern auch die Geschichte…

Dabei verhält es sich mit den Grillz wie mit Fitness-Studios, Piercings und Tattoos. Sie kamen einst aus der Unterschicht, galten als Domäne von Zuhältern, Schaustellern, Matrosen. Bis das Bürgertum sie als Insignien einer verlorengegangenen Körperlichkeit entdeckte, sodass heute selbst Biedermänner abends in der Muckibude ihre Tribal Tattoos entblößen. Alles nur Auswuchs eines spätkapitalistischen Narzissmus-Wahns?

Aber Grillz bedeuten mehr. Im rauen Klima des Ghettos symbolisieren die Schmuckleisten eine magische Rüstung – und den Willen sich über alle Widrigkeiten hinweg als Individuum in Szene zu setzen. Nicht zufällig waren es Rapper aus den ärmsten Vierteln von New Orleans, die Bling Bling zur internationalen Modewelle machten. „Es ist im Süden Tradition, sich Goldzähne machen zu lassen“, erklärt etwa Rapper Juvenile. „Vater, Onkel, Opa: Sie haben es alle im Mund. Ursprünglich war es ein Zeichen der Armut, ein Behelfsmittel, weil man sich keinen Zahnarztbesuch leisten kann. Bis die Hustler, Zuhälter und Gangster daraus ein Symbol des Respekts machten.“

Doch was sagen die HipHop-Alternativen, die einst Ledermedaillons statt Goldketten propagierten? Hatten gesellschaftlich engagierte Rapper wie De La Soul, A Tribe Called Quest oder KRS-One nicht einst versucht via Ledermedaillons, Perlenketten und Beduinenkleider die HipHop-Couture an das afrikanische „Mutterland“ und eine schwarze „Natürlichkeit“ zurückzubinden? „Wir Schwarzen machen eine Menge, um gesehen zu werden und den mangelnden Respekt, der unserer Hautfarbe entgegengebracht wird, zu kompensieren“, hat Chuck D mal kürzlich erklärt.

Die Schüler aus Texas mit ihren Gold-Spangen würde es kaum jucken, doch sie dürfen nicht. Und so können sie nur die Welle, die frisch auf der „ghettoisierten Pop-Insel“ angekommen ist,  begutachten und sich fragen, brauchen wir die Art Respekt überhaupt noch, wenn sie der naive Mainstream á la Spring Breakers oder die stilbewusste-Waffenträgerin Rihanna zugrunde richtet?

Solange lehnen wir uns lieber im wohl-temperierten Whirlpool auf unserer Jacht zurück und gucken uns den wahren Meister der Grillz an, während unsere Zähne klassisch weiß im Glanz des Sonnenscheins erstrahlen.  Yeah, Boi!

 

SPLASH! – What A Flash

„Ich trag heut Softeis und sonst nichts“ – ein passenderes Zitat als das von MC Fitti hätte man wohl kaum finden können, um dem heißesten Rap-Spektakel des Jahres am nächsten zu kommen – Das SPLASH! hat es sich an seinem 16. Jahrestag mit Acts wie Marteria, Casper, Die Orsons, Tyler – The Creator, A$AP Rocky, Iggy Azalea, Macklemore und vielen weiteren Künstlern auf jeden Fall ziemlich gut gehen lassen und eine dicke Torte mit Sahne, Schokostreuseln und Kirsche oben drauf präsentiert.

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Neben all den fabelhaften Acts, haben wir es uns nicht nehmen lassen, im Backstage ein bisschen mit Marteria und Casper bei Sonnenschein an der See zu cornern, mit MC Fitti knallige Seifenblasen zu schießen und Prinz Pi über Battle-Rap zu talken. Alle Leute, die nicht da waren, haben einiges verpasst, aber dafür haben wir ja schließlich ein paar nette Bilder gemacht…

Nachdem Kendrick Lamar schon am Donnerstag ordentlich Vollgas gegeben hat, waren wir uns längst sicher, dass die nächsten drei Tage die Superlative des Hip Hop ausgepackt wird. Am Freitag zeigte uns Chefket mit Sonnenbrille und smarten Beats erstmal wie das mit dem Rap so geht und auszusehen hat. Als Dendemann auf die Bühne kam und seine anarchisch anmutende Show im Camouflage-Stil vorführte, ging es dann langsam richtig ab…

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Die größte Show lieferte am Abend ganz sicher Marteria ab, der neben Yasha auch gleich MC Fitti ins Boot holte und „18 Zoll“ mit der typisch gewohnten Glitzer-Konfetti-Kanone vorstellte. Als Marsimoto um die Ecke kam, grüne Farbbomben und sich höchst persönlich mit einem gigantischen Joint ins Publikum warf, konnten rund 18. 000 Fans nur noch jubeln und strampeln.

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Iggy Azalea gab mit einer ordentlichen Po-Performance ihre Sounds zum Besten, Tyler – The Creator wickelte die Massen mit WOLF gnadenlos um die Finger und spielte mit den Fotografen im Graben, die wie wild gewordene Hunde jedem guten Snapshot hinterher jagten. Ja, ich war auch einer von ihnen. Genetikk haben sich einen ganz besonderen Streich einfallen lassen, indem sie 10.000 Masken an die Menschen rausgaben, um sie somit teil ihres neues Musik-Videos werden zu lassen.

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Casper zeigte uns am Samstag Abend eine ganz andere Seite von sich. Ruhig und nachdenklich wirkte er während seiner Show, was die Atmosphäre in eine ganz andere Richtung trieb als wir es sonst kennen. Nervös wartete das Publikum auf einen neuen Song, der zur Enttäuschung aller ausblieb. Stattdessen jedoch, wurde final das Cover seines neuen Albums „Hinterland“ enthüllt, welches am 27.09.2013 erscheinen wird.

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Sonntag wurde dann endlich die Kirsche auf der Sahnetorte verspeist. Macklemore & Ryan Lewis ließen das Publikum zittern und warten, doch als es dann endlich losging, interessierte das auch keine wackelnden Köpfe und schwitzenden Körper mehr. Macklemore feierte ausgelassen mit dem Publikum und hüpfte in der Zugabe mit „And We Danced“ heldenhaft in seiner Rolle als Raven Bowie über die Bühne, auch wenn er sein Pferd Tyrone leider zu Hause lassen musste.

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Verrückt, kaum waren wir da, ist alles schon wieder vorbei. So schnell geht das. Dennoch hatten wir eine wahnsinnige gute Zeit und freuen uns schon jetzt wie Bolle auf´s nächste Jahr – wenn das SPLASH! 17 wird und im Jahr darauf, darf es dann auch endlich Schnaps mit uns trinken. Und solange schauen wir uns einfach noch alle Highlights und Bilder von der Supersweet 16 an…

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Berlin feat. Mode

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Jedes Jahr aufs Neue ruft die Creme de la Creme der Modehäuser die trendigsten Designer, Wannabe-Stars und hipsten Kleiderständer zusammen, um eins zu feiern – Schreckensgespenter in Faschingskostümen. Was ist Mode in Berlin noch wert? Eigentlich nichts. Wenn du in Berlin lebst, kann auch mal schnell eine Streichholzschachtel über Nacht zu Mode werden. Oder ein Kaugummi am Schuh. Oder Olli Schulz in Plateauschuhen. Wozu brauchen wir diesen ganzen Tumult überhaupt noch, wenn wir in Berlin schon alles haben, was Kleidung im Ursprung ausmacht.

Wir holen uns Stoffe vom Markt am Maybachufer oder gehen zu Karstadt am Hermannplatz und basteln uns neue Designs in allen Farben und Mustern. Wir schlendern auf dem Flohmarkt herum und greifen die neueste Labelware zum Discounterpreis ab. Mode ist ein bisschen wie Ikea geworden, an jeder Ecke gibt es sie zum erschwinglichen Preis und palettenweise zu kaufen. Nur in Szene setzen muss man sie selbst. Und sind wir mal ehrlich, damit kennt sich Berlin doch am Besten aus! Ganze Lebensstile sind in der Metropole unlängst zu Mode geworden. Es geht nicht mehr darum, sich über Labels oder Lovers zu präsentieren, sondern über die eigene individuelle Vielfalt, die man im Universum des Fashion-Imperiums selbst geschaffen hat.

So auch bei der BRIGHT Tradeshow – Hier spielen schon längst das Dasein und die Einrichtung statt der Fummel, die quer durch die Gegend hängen, eine Non-Plus-Ultra-Rolle. Irgendwie alles ein bisschen trashig, trendig und turbulent. Hier schlürft man keinen Prosecco aus dem Kübel, sondern Whisky aus dem Eimer. Hier steht man nicht mogel-nobel in der Ecke herum, sondern skatet wild durch die Hallen. Wozu noch Design studieren und auf der Mercedes Benz stolzieren, wenn man auf der BRIGHT das Leben in all seinen Facetten anfassen und riechen kann? Hier treffen sich die Kleinen und die Großen und werden zusammen zum kleinen großen Etwas, dass nie jemand gebraucht hat, aber das allen irgendwie trotzdem Spaß macht…

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Nie wieder Ritalin

Hinsetzen, anschnallen, fertig – los geht´s. Der Festivalsommer steht in seinem schillernden Glanz von warmen Dosenbier und stinkenden Achseln vor der Tür und will euch mit seinem kindisch-verstrahlten, ausgepowerten Blick liebkosen und umarmen. Aber bevor es soweit ist, erstmal zurück zum Anfang…

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Keiner weiß, was ab morgen die nächsten drei Tage passieren wird. Denn dann beginnt für uns die FUSION. Wir werden uns morgens in den Bus setzen, wahlweise Whisky und Liköre trinken, eine Pause an der Raststätte machen, an der sich noch mal jeder auskotzen und besinnen kann, bevor wir dann mit bassbrüllenden Beats in die Kurve des ehemaligen Militär-Flugplatzes von Lärz in friedlicher Mission einkehren. Wir werden unsere Bändchen am Grenzstreifen abholen und dann in die Gefilde einer musikalisch überdosierten Community of Love eintauchen, wo uns zwischen trinkwütigen Zeltlagern, seilspringenden Artisten und pinken Ponys niemand mehr finden wird.

Kraftklub haben zur Einstimmung in die Festivalsaison ein passendes Video gedreht, dass das hier skizzierte 3(odermehr)-Tage-Durchdreh-Leben in wirklich jeder Hinsicht verdeutlicht:

Und weil das alles noch nicht genug ist, geht´s nach einem kurzen Kur-Wochenende in Berlin am 12.07. zum SPLASH! Wo uns das komplette Pendant an Musikern und Menschen begegnet, die mindestens genauso spannend und sicher eine Story wert sind. Oh yeah, weitermachen, Sachen packen und ab dafür. Viele Späße beim feiern und durchdrehen – wo auch immer ihr euch aufhaltet. Und ach ja, bevor ich es vergesse – nehmt euch in Acht vor Menschen mit dem ADHS, hab ich gehört!

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The Uzi Way

Vorsicht – heute bin ich auf die passende Ausrüstung für jeden Nike Air Max 90-Abhängigen und Nike Air Max BW-Liebhaber gestoßen, die bei neidischen Blicken aufs Schuhwerk sofort abfeuert. Der australische Grafikdesigner Filfury hat sich wohl auch gedacht, warum teure Brands nicht mal mit spielerischen Ansprüchen verbinden. Auch wenn ich die Moral von Waffen nicht unterstütze, gehen diese Dinger bestimmt trotzdem gut als Wasserpistolen für´s nächste Festival und jeden Partyspaß durch. JUST PROVE IT.

>>Hier könnt ihr die Designer-Guns erwerben!

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Erdlinge

Mark Twain: „Von allen je geschaffenen Geschöpfen ist der Mensch am verabscheuungswürdigsten. Er ist das einzige Wesen, das für den Sport Schmerzen zufügt – und weiß, dass es Schmerzen sind.“

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Soeben bin ich auf eine Webseite im Netz gestoßen, die mir unfassbar sensationsgeil, töricht und naiv erscheint und wahrscheinlich auch eben jenes ist.

Auf der Seite PETA tötet Tiere wird dem Tierschutzverein vorgeworfen, dass er selber dem „Leben“ und der „Freiheit“ eines Tieres nicht mehr nachkomme, sondern ganz im Gegenteil, dass er Tiere verwahrlosen ließe, quäle und gar morde.

Grund dafür, soll die Hohe Einlieferungsrate streunender Tiere in den Heimen Amerikas sein. Ein Problem, das seit Dekaden, ich möchte fast sagen Jahrhunderten, weltweit bekannt ist und bis dato nicht eingedämmt oder nur unzureichend reduziert wurde. Warum? Weil Menschen, der Meinung sind, sie beschaffen sich Tiere und wollen sie dann doch nicht. Und genau hier fängt es an:

Millionenfache Tiere werden auf unserem Planeten wie ein Ding behandelt, dass man käuflich erwerben und nach eigenem Ermessen und Belieben behandeln und benutzen kann. Sie dienen als Spielzeug für Kinder. Doch wir wissen, sie sind vielmehr als das. Sie sind lebende Wesen, die ein Herz, eine Seele und meist noch mehr Verstand als die Menschen haben. Wo es Ratio gibt, ist auch Emotio nicht weit, auch wenn diese nicht unbedingt jedem einen Begriff ist…

Wer dieses Video schaut, weiß was ich mit „Gefühlen“ meine und denkt vielleicht einmal mehr nach, bevor er sich ein Tier anschafft und noch vielmehr darüber, ob das Leben eines Tieres wirklich unter unserem steht oder ob wir „Erdlinge“ nicht alle die gleiche Luft zum Atmen sowie Nahrung, Liebe und Anerkennung brauchen, um ein natürliches und würdiges Leben in einer eigentlich wunderbaren Welt führen zu können. Denn dann gäbe es so etwas wie Schlachthäuser, Fleischereien oder Tierfabriken in der Zukunft unserer Kinder nicht mehr. Und wir könnten leben und leben lassen.

Zurückführend auf die eingangs schockierende Entdeckung und Annahme PETA tötet Tiere, möchte ich noch einmal betonen, dass diese Organisation wohl weitaus mehr Leben geborgen und gerettet hat als manch einer von uns überhaupt je an das Leben eines Tieres gedacht hat!

Midway Journey

Menschen behaupten, sie lieben Tiere, während sie sie essen.

Menschen behaupten, sie kümmern sich um die Umwelt, während sie sie verschmutzen.

Menschen behaupten, sie lieben die Natur, während sie sie zerstören.

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Die Doku Midway Journey des amerikanischen Aktivisten Chris Jordan spiegelt eben jenes Phänomen in erschreckender, jedoch reflektierter Art und Weise wider, was die ganze Geschichte umso erschreckender macht…

Der knapp vierminütige Trailer zeigt einen Ort, den wie bisher womöglich gar nicht kannten. Das Midway-Atoll im Nordpazifik, das 2000 km Entfernung zur nächsten Insel misst und fernab jener menschlichen Zivilisation existiert. Und trotzdem kommt es nicht umhin, sich in vegetativer Form entwickeln und fortpflanzen zu können.

Stattdessen werden Unmengen von Müll an die Insel gespült. Zahnbürsten, Plastikflaschen, Feuerzeuge, Filzstifte – all das findet sich nicht nur an der Küste der Albatrosse wieder, sondern auch in deren Bäuchen. Auf der Suche nach Nahrung für ihre Jungtiere stoßen sie kaum noch auf Fische, da diese die Verschmutzung der Gewässer selten überleben oder in andere Gewässer umsiedeln.

Somit droht auch den Vögeln der Tod, da sie den Müll im Ozean für Nahrung halten. Sie füttern ihre Kinder und Familien mit Plastikabfällen und sterben einen grausamen und qualvollen Tod. Eine Geschichte, die nahezu unaufhaltsam ist.

Der Film erscheint Ende diesen Jahres in Deutschland.

Menschen lachen und manchmal weinen sie…

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Stadt der verbrannten Hirne

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Passend zum Wetter und meiner aufgeheizten Attitüde, beschloss ich letzte Woche den billigsten Billig-Flug bei meiner liebsten Fluggesellschaft Ryanair zu buchen, um einfach nur ein paar Tage der kalten und dreckigen Mutterstadt zu entrinnen und mich von der Sonne und der Dekadenz des Touristen-Daseins in einem anderen Land brutzeln zu lassen. 34 Euro nach Faro. Hin- und Rückflug. Fünf Tage. Check. Drei Shirts, zwei Röcke und meine löchrigen Keds sollten mir zu einem akuten Freiheitsgefühl für die nächsten 120 Stunden ohne Schlaf verhelfen. Mark Ronson & The Business INTL. hüllten mich nebenbei in eine, ja sagen wir „ohrgasmische Reiselaune“. Und ohne Bier wird’s sowieso schnell langweilig. Also, Sonnenbrille auf, Zigarette an und los ging es!

Faro ist eine niedliche und gemütliche Hafenstadt, die sich extrem gut in einer Stunde auf der To-Do oder To-See-Liste abstreichen lässt und das sogar als Pack-Esel, kriechend auf allen Vieren. Doch ich will mehr als nur ein Pack-Esel sein. Ich will Action, Menschen und Strand. Der Bus bringt mich in die Haupt- und größte Stadt Portugals – Lissabon. Jetzt kann das Leben der Visionen und Impressionen beginnen…

Ich steige aus. Es ist nachts um eins an einem Freitagabend. Der Plan lautet: Hostel finden, Klamotten in die Ecke schmeißen, Friese stylen und auf ins Viertel Bairro Alto. Hier hält sich die moderne Wegwerf-Gesellschaft Lissabons auf, die nach jeder Sause von der Stadtreinigung die Straße runtergespült wird, wenn sie den Absprung nach Hause nicht mehr schafft oder den Weg ins Krankenhaus nicht mehr findet. Die Devise lautet: Ein Drink = Ein Euro. Kann das gut gehen? Hier schütten die Leute schon fünf Cuba Libre weg, während in Berlin noch die Limette vom Barmann im Glas zerstoßen wird. Das gleicht wohl einer noch viel absurderen Mentalität als der auf Mallorca. Ich halte mich davon fern und trinke bescheiden meinen Jägermeister. Doch mein Körper möchte das nicht – Epic Fail. Deswegen gibt’s ab sofort im Wechsel dazu das gute, ehrliche Bier Sagres. Schließlich möchte ich mich noch daran erinnern, warum ich am nächsten Morgen zerknüllt im Mülleimer aufwache und meine Haare kahl rasiert sind. So weit kommt´s zu meinem Glück aber nicht, denn ich wurde scheinbar zu etwas Besserem auserkoren – einer spontanen Komparsenrolle in Francis Ford Coppolas neuestem Streifen „The Godfather of Lisboa“.

Ich stehe in einer versifften Imbissbude und genehmige mir einen kleinen Snack zwischen circa vierzig farbigen Einwohnern. Und fühle mich ein bisschen unangenehm beobachtet wie ich da nun sitze mit blonden Haaren und weißer Haut. Doch im nächsten Moment soll die Aufmerksamkeit auf mich, durch einen Waffenschuss in die Luft, abgelöst werden. OH. MY. GOD! Ein Schuss! Ich wende mich in die Richtung des Terrorgewitters und entdecke einen durchgeknallten Typen, der wie irre seine Waffe durch die Gegend schleudert, schreit und spuckt. Kaum kann ich mich zu Boden werfen, umzingelt die Polizei den Laden und greift sich den schusswütigen Psychopathen. In dem drei-minütigen Kopfkino sehe ich meinen Namen im Abspann laufen. Die erste Sicherheit ist gegeben, ich atme auf und die Menschen um mich herum verlassen im Affenzahn das Gebäude. Nur ich nicht. Ich sitze stumm hinter der Theke und wage mich nicht zu bewegen. Bis mir jemand von oben zuruft: „Move! Go away! We will close now!“ Aha, vielen Dank für die Aufmerksamkeit und freundliche Anweisung, denke ich pissig und trotte wie ein nasser Hund von dannen. Ich zittere immer noch als ich ins Taxi einsteige, der Taxifahrer mich idiotisch angrinst und ins Hostel fährt.

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Der erste Kulturschock ist überwunden. So derbe hab ich noch nicht mal den 01. Mai in Berlin erlebt, aber da werden meist auch nur die Autos in die Luft gejagt und nicht die Menschen. Aufgrund der Umstände der letzten Nacht gibt’s ab sofort eine neue Strategie im Ausgeh-Verfahren. Weil in Lissabon die Bars um drei schließen und die Clubs erst dann öffnen, halte ich mich einfach solange in einer Bar auf, bis mein Wecker klingelt und mich aus dem Bier-Bett wirft. Dann renne ich schnell in den nächsten Club und bleibe dort bis dieser schließt und so weiter und so fort. Mission possible.

Neue Runde, neues Glück. Wie geplant, geht’s gleich in die Kneipe, bevor ich überhaupt der tödlichen Ein-Euro-Versuchung zum Opfer fallen kann. Hier mach ich es mir bequem an der Bar, lausche den elektronischen Klängen des im Batik-Look gekleideten japanischen DJ´s und fühle mich zum ersten Mal sicher. Ich bestelle Getränke mit lustigen Namen und genieße die Ruhe. Der Barmann wundert sich über meinen fatalen Geschmack alkoholischer Drinks und hat Sorge, dass mir der Magen ausgepumpt werden müsse, wenn ich das Namensspiel fortsetze. Ich sage: „Ich habe doch keine Ahnung.“ (Auf Englisch natürlich.) Er horcht auf und fragt wie ich dazu komme hier unterwegs zu sein und dann auch noch alleine. Das ist doch schon ein bisschen lebensgefährlich. Haha, nichts im Gegensatz zu meinem gestrigen Erlebnis. Das glaubt mir keiner! Der Barmann schon. Alfonso heißt er. Er bietet mir an, später mit ihm und seinen Amigos um die Häuser zu ziehen.

Wir gehen in jeden Club. Nach dem fünften Besuch brauch ich eine Pause. Sitzen und essen und so, sage ich. Die Jungs warten brav und wollen auch kurz in einem Store vorbeischauen und ein bisschen Energie abholen. Ich hab keinen Plan und gehe mit. Vor dem Laden sitzen drei Leute und gucken mich schief an. Sie zupfen an ihren verkrusteten Röhrenhosen rum und richten die neonfarbenden Sonnenbrillen als sie mich grüßen. Und nun ist warten angesagt. Mehr und mehr Menschen versammeln sich. Ich bin kurz vorm einnicken, wegen eines ewig langen Portugiesen-Palavers, bis der Laden endlich auf macht. Die Menschenmassen stürmen das Geschäft als wäre Ausverkauf bei Media Markt. Ich kratze mich vom Bordstein ab und betrete diesen völlig zertreten. Als Erstes werfe ich einen Blick in die Vitrinen. Eine Apotheke? Es gibt kleine Tütchen, worauf Teufel, Totenköpfe und irgendein Typ, ich vermute Nikki Sixx, abgedruckt sind und komme schnell zur Besinnung. Ich stehe in einem Drug-Store. Alfonso erzählt mir hier wäre alles legal. Schon seit 2001 wird der Konsum in Portugal nicht mehr bestraft oder verfolgt. Das gilt nicht nur für weiche Drogen sondern auch für schwere Suchtmittel wie Heroin. Seitdem ist die Kriminalitätsrate extrem gesunken. Sonst hätte mir hier wahrscheinlich auch schon ein Arm gefehlt.

Nachdem sich nun jeder seines Spaßes bedient hat, geht es weiter zur After-Hour an den Strand. Hier scheint nun die Tochter Coppolas, Sofia, an ihrem neuen Film „Lost in Fascination“ gewerkelt zu haben. Der beige-rote Sand glänzt in der Sonne, die Füße werden vom kalten Wasser erfrischt und der Dancefloor bietet schattige Plätzchen vor dem munter wackelnden Musikspender. Wir tanzen und lachen und schwitzen und sind glücklich. Irgendwann falle ich erschöpft zu Boden und schlafe ein. Als ich aufwache sind alle weg, die Menschen, die Musik, die Sonnenschirme, der Alkohol und die Drogen. Was zurückbleibt ist ein Sonnenbrand der Superlative. So sehr, dass jeder Schritt auf dem Heimweg wehtut und ich meine kross gebratenen Beine erschöpft hinter mir her schleifen muss. Und genau das habe ich nun wirklich auf dieser Reise gelernt: Use sunblocker, feel safe!

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