M.I.A. ist zurück und rechnet mit „Borders“ ab

Flüchtlinge in Booten, Flüchtlinge an Grenzen, Flüchtlinge ohne Hilfe. M.I.A. spricht mit „Borders“ ein politisches Thema an, welches auf den bitteren Nerv der Zeit trifft. In ihrem neuen Musikvideo geht es nicht um Parties bis in die Puppen, sondern um die Wahrheit, die keiner wahrhaben will.

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Neue Single „Borders“ © M.I.A.

Borders – what’s up with that?

Die britische Sängerin hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Schon ihre erfolgreichste Single „Paper Planes“ aus dem Jahr 2009 beschäftigt sich mit der Flüchtlingspolitik. Somit ist es nicht verwunderlich, dass M.I.A. ein Statement Richtung Gesellschaft setzt. Jedoch geht es ihr weniger darum einen Hit rund um die weltumgreifende Problematik zu machen, vielmehr möchte sie uns vor Augen halten, wie es ausgeht, wenn wir nichts machen.

Denn was viele nicht wissen: M.I.A., bürgerlich Mathangi „Maya“ Arulpragasam, kam in ihrer Vergangenheit selbst als Flüchtlingskind in England unter und hat lange darum gekämpft ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ihr erstes Album „Arular“, benannt nach ihrem Vater, behandelt insbesondere ihre familiäre Beziehung zu ihm. Grund genug ist sicherlich, das sie ihn als Gründungsmitglied einer militanten tamilischen Organisation, als Vaterfigur verlor und mit ihrer Flucht ein neues Leben begann.

Missing in Action

Der Name der Polit-Sängerin ist dieser Tage jedenfalls die volle Ladung ins Gesicht und auf die Ohren. M.I.A, was soviel wie Missing in Action bedeutet, zeigt auf, wie fernab wir von dem eigentlichen Geschehen leben und uns vom Sofa aus, quasi einen Film anschauen, der ergreift und bedrückt, aber mit seinem Ende einige Zeit später auch wieder vergessen ist. M.I.A. nutzt ihre Popularität, um uns genau darauf aufmerksam und aktiv zu machen.

“Borders“ ist die neueste Single ihres bald erscheinenden Albums „Matahdatah“. Das Video hat sie selbst inszeniert und die Lyrics erzählen vom Hier und Jetzt, von einer gutbürgerlichen Gleichgültigkeit. Damit soll Schluss sein und mit kommerziellen Pop bitte auch. Ein Musikvideo, welches Flüchtlingspolitik ganz neu aufgreift und seit langem mal wieder eine eindringliche Botschaft hat.

Seht euch hier das Video an!

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