The extreme life of a sugar glider

Heute packe ich mal Kontrastprogramm aus, da die meisten ja lieber gucken statt lesen. Ja, ich auch! Doch nun Vorsicht, Spoiler: Kurzer Text ohne Sinn. Aber als ich die Entdeckung dieses kleinen fabelhaften Wesens machte, war klar, katimaniac.com braucht ein intravenöses Gemisch aus Buzzfeed, flickr und cheezburger. Und nach intensiver, übernächtigter und visueller Tüftelei ist es nun soweit: Ich präsentiere „Das-niedliche-Tiere-gucken-Dings“. Puh. Und die Story dazu lautet in etwa: Ein ganz normaler Tag aus dem Leben eines Sugar Gliders… und weil es auf englisch noch cooler klingt, nenne ich sie dann doch: The extreme life of a sugar glider. Oder so.

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Künstlerkrieg an der East Side Gallery

Und wieder steht die East Side Gallery im Fokus des gesellschaftskritischen Geschehens in Berlin. Zurecht! Denn vorgestern startete das Pop-Art-Multi-Künstlertalent Jim Avignon eine Nacht und Nebel Aktion, bei der er sein einstiges Kriegs-Kunstwerk „Doin It Cool For The East Side“ zu einem brisanten, fröhlich dreinstrahlenden Baumännchen-Komplex namens „Bild 83“ umgestaltete.

So schnell wie es an die Mauergalerie, die sich von der Oberbaumbrücke zum Ostbahnhof zieht, gesprayt wurde, genauso schnell zog sich die dunkle Gewitterwolke über Avignon auf. Schließlich habe er damit den Denkmalschutz der East Side Gallery verletzt, heißt es. Dafür soll ihm nun eine dickes Bußgeld vom Senat drohen und weil das nicht genug ist, soll er seine „Kunst“ wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Ja nee, ist klar!

Avignon hingegen beruft sich auf seine Urheberrechte und stellt sich quer. Denn wie sich jeder vorstellen kann, war und ist Kunst schon immer da gewesen, um zu provozieren oder auf sich aufmerksam zu machen. Und genau diesem Zweck geht sein „denkmalgeschützes“ Werk seiner Meinung nicht mehr nach. Viel wichtiger ist es in der Zeit zu leben, omnipräsent zu sein, über die Zukunft hinwegzudenken. Aus diesem Grund hat sich Avignon auch für das „Bild 83“ entschieden. Es kritisiert eben genau jene Gesellschaft und stellt sich der Veränderung, die Berlin logischerweise mit sich bringt.

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„So funktioniert das Gesetz der Straße“

Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Bild an der East Side Gallery zu übermalen?

Jim Avignon: Erst einmal ist das gar nicht mehr mein Bild. Ich habe mein ursprüngliches Bild im Jahr 1991 übermalt. Später wurde es dann von Kunsthochschülern wieder zurückgemalt. Meine emotionale Bindung zu dem Bild ist daher nicht sehr groß. Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, das Werk erneut zu übermalen. Und dann kam Arte mit der Idee auf mich zu, einen Flashmob anzuzetteln.

Verstehen Sie die Kritik, die gegen Ihre Aktion geäußert wird?

Wer auf der Straße malt, weiß, dass seine Bilder nicht für die Ewigkeit gemacht sind. Ich habe schon überall auf der Welt gezeichnet, und oft wurden meine Bilder nach einer Zeit von anderen Künstlern übermalt. Das ist okay – so funktioniert das Gesetz der Straße. Es ist reaktionär, einen alten Zustand krampfhaft aufrechtzuerhalten. Deswegen habe ich mich auch von Anfang an nicht an den Renovierungsarbeiten an der East Side Gallery beteiligt.

Was erhoffen Sie sich davon, nun ein neues Bild an der East Side Gallery erschaffen zu haben?

Ich möchte damit gern eine Diskussion anregen – aber niemanden bevormunden. Ich hänge einfach nicht sehr an meinem Bild, das ich mit Anfang 20 erschaffen habe. Ich habe mich als Künstler weiterentwickelt und käme mir albern vor, ein altes Werk noch einmal Strich für Strich nachzuzeichnen. Aber das soll jeder Künstler für sich selbst entscheiden. Es könnte doch eine charmante Idee sein, jedes Jahr die Mauer für Künstler aus aller Welt neu auszuschreiben. So könnte man den sich ständig wandelnden Zeitgeist gut einfangen.

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Quelle Interview: © Berliner Morgenpost 2013

SPLASH! – What A Flash

„Ich trag heut Softeis und sonst nichts“ – ein passenderes Zitat als das von MC Fitti hätte man wohl kaum finden können, um dem heißesten Rap-Spektakel des Jahres am nächsten zu kommen – Das SPLASH! hat es sich an seinem 16. Jahrestag mit Acts wie Marteria, Casper, Die Orsons, Tyler – The Creator, A$AP Rocky, Iggy Azalea, Macklemore und vielen weiteren Künstlern auf jeden Fall ziemlich gut gehen lassen und eine dicke Torte mit Sahne, Schokostreuseln und Kirsche oben drauf präsentiert.

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Neben all den fabelhaften Acts, haben wir es uns nicht nehmen lassen, im Backstage ein bisschen mit Marteria und Casper bei Sonnenschein an der See zu cornern, mit MC Fitti knallige Seifenblasen zu schießen und Prinz Pi über Battle-Rap zu talken. Alle Leute, die nicht da waren, haben einiges verpasst, aber dafür haben wir ja schließlich ein paar nette Bilder gemacht…

Nachdem Kendrick Lamar schon am Donnerstag ordentlich Vollgas gegeben hat, waren wir uns längst sicher, dass die nächsten drei Tage die Superlative des Hip Hop ausgepackt wird. Am Freitag zeigte uns Chefket mit Sonnenbrille und smarten Beats erstmal wie das mit dem Rap so geht und auszusehen hat. Als Dendemann auf die Bühne kam und seine anarchisch anmutende Show im Camouflage-Stil vorführte, ging es dann langsam richtig ab…

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Die größte Show lieferte am Abend ganz sicher Marteria ab, der neben Yasha auch gleich MC Fitti ins Boot holte und „18 Zoll“ mit der typisch gewohnten Glitzer-Konfetti-Kanone vorstellte. Als Marsimoto um die Ecke kam, grüne Farbbomben und sich höchst persönlich mit einem gigantischen Joint ins Publikum warf, konnten rund 18. 000 Fans nur noch jubeln und strampeln.

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Iggy Azalea gab mit einer ordentlichen Po-Performance ihre Sounds zum Besten, Tyler – The Creator wickelte die Massen mit WOLF gnadenlos um die Finger und spielte mit den Fotografen im Graben, die wie wild gewordene Hunde jedem guten Snapshot hinterher jagten. Ja, ich war auch einer von ihnen. Genetikk haben sich einen ganz besonderen Streich einfallen lassen, indem sie 10.000 Masken an die Menschen rausgaben, um sie somit teil ihres neues Musik-Videos werden zu lassen.

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Casper zeigte uns am Samstag Abend eine ganz andere Seite von sich. Ruhig und nachdenklich wirkte er während seiner Show, was die Atmosphäre in eine ganz andere Richtung trieb als wir es sonst kennen. Nervös wartete das Publikum auf einen neuen Song, der zur Enttäuschung aller ausblieb. Stattdessen jedoch, wurde final das Cover seines neuen Albums „Hinterland“ enthüllt, welches am 27.09.2013 erscheinen wird.

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Sonntag wurde dann endlich die Kirsche auf der Sahnetorte verspeist. Macklemore & Ryan Lewis ließen das Publikum zittern und warten, doch als es dann endlich losging, interessierte das auch keine wackelnden Köpfe und schwitzenden Körper mehr. Macklemore feierte ausgelassen mit dem Publikum und hüpfte in der Zugabe mit „And We Danced“ heldenhaft in seiner Rolle als Raven Bowie über die Bühne, auch wenn er sein Pferd Tyrone leider zu Hause lassen musste.

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Verrückt, kaum waren wir da, ist alles schon wieder vorbei. So schnell geht das. Dennoch hatten wir eine wahnsinnige gute Zeit und freuen uns schon jetzt wie Bolle auf´s nächste Jahr – wenn das SPLASH! 17 wird und im Jahr darauf, darf es dann auch endlich Schnaps mit uns trinken. Und solange schauen wir uns einfach noch alle Highlights und Bilder von der Supersweet 16 an…

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Berlin feat. Mode

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Jedes Jahr aufs Neue ruft die Creme de la Creme der Modehäuser die trendigsten Designer, Wannabe-Stars und hipsten Kleiderständer zusammen, um eins zu feiern – Schreckensgespenter in Faschingskostümen. Was ist Mode in Berlin noch wert? Eigentlich nichts. Wenn du in Berlin lebst, kann auch mal schnell eine Streichholzschachtel über Nacht zu Mode werden. Oder ein Kaugummi am Schuh. Oder Olli Schulz in Plateauschuhen. Wozu brauchen wir diesen ganzen Tumult überhaupt noch, wenn wir in Berlin schon alles haben, was Kleidung im Ursprung ausmacht.

Wir holen uns Stoffe vom Markt am Maybachufer oder gehen zu Karstadt am Hermannplatz und basteln uns neue Designs in allen Farben und Mustern. Wir schlendern auf dem Flohmarkt herum und greifen die neueste Labelware zum Discounterpreis ab. Mode ist ein bisschen wie Ikea geworden, an jeder Ecke gibt es sie zum erschwinglichen Preis und palettenweise zu kaufen. Nur in Szene setzen muss man sie selbst. Und sind wir mal ehrlich, damit kennt sich Berlin doch am Besten aus! Ganze Lebensstile sind in der Metropole unlängst zu Mode geworden. Es geht nicht mehr darum, sich über Labels oder Lovers zu präsentieren, sondern über die eigene individuelle Vielfalt, die man im Universum des Fashion-Imperiums selbst geschaffen hat.

So auch bei der BRIGHT Tradeshow – Hier spielen schon längst das Dasein und die Einrichtung statt der Fummel, die quer durch die Gegend hängen, eine Non-Plus-Ultra-Rolle. Irgendwie alles ein bisschen trashig, trendig und turbulent. Hier schlürft man keinen Prosecco aus dem Kübel, sondern Whisky aus dem Eimer. Hier steht man nicht mogel-nobel in der Ecke herum, sondern skatet wild durch die Hallen. Wozu noch Design studieren und auf der Mercedes Benz stolzieren, wenn man auf der BRIGHT das Leben in all seinen Facetten anfassen und riechen kann? Hier treffen sich die Kleinen und die Großen und werden zusammen zum kleinen großen Etwas, dass nie jemand gebraucht hat, aber das allen irgendwie trotzdem Spaß macht…

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Nie wieder Ritalin

Hinsetzen, anschnallen, fertig – los geht´s. Der Festivalsommer steht in seinem schillernden Glanz von warmen Dosenbier und stinkenden Achseln vor der Tür und will euch mit seinem kindisch-verstrahlten, ausgepowerten Blick liebkosen und umarmen. Aber bevor es soweit ist, erstmal zurück zum Anfang…

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Keiner weiß, was ab morgen die nächsten drei Tage passieren wird. Denn dann beginnt für uns die FUSION. Wir werden uns morgens in den Bus setzen, wahlweise Whisky und Liköre trinken, eine Pause an der Raststätte machen, an der sich noch mal jeder auskotzen und besinnen kann, bevor wir dann mit bassbrüllenden Beats in die Kurve des ehemaligen Militär-Flugplatzes von Lärz in friedlicher Mission einkehren. Wir werden unsere Bändchen am Grenzstreifen abholen und dann in die Gefilde einer musikalisch überdosierten Community of Love eintauchen, wo uns zwischen trinkwütigen Zeltlagern, seilspringenden Artisten und pinken Ponys niemand mehr finden wird.

Kraftklub haben zur Einstimmung in die Festivalsaison ein passendes Video gedreht, dass das hier skizzierte 3(odermehr)-Tage-Durchdreh-Leben in wirklich jeder Hinsicht verdeutlicht:

Und weil das alles noch nicht genug ist, geht´s nach einem kurzen Kur-Wochenende in Berlin am 12.07. zum SPLASH! Wo uns das komplette Pendant an Musikern und Menschen begegnet, die mindestens genauso spannend und sicher eine Story wert sind. Oh yeah, weitermachen, Sachen packen und ab dafür. Viele Späße beim feiern und durchdrehen – wo auch immer ihr euch aufhaltet. Und ach ja, bevor ich es vergesse – nehmt euch in Acht vor Menschen mit dem ADHS, hab ich gehört!

Kisses and GO.ODbye

Happy Fistmas!

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Bereits Ende des Sommers begrüßen uns die ersten apokalyptischen Reiter als Schoko-Weihnachtsmänner oder Marzipankugeln im Supermarkt unseres Vertrauens. Die Sonne räumt das Feld und der Schnee rollt erbarmungslos auf uns zu.

Die große Schlacht um die Weihnachtszeit kommt jedes Jahr aufs Neue. In allen Ecken stinkt es nach Glühwein, Zuckerwatte und Erbrochenem mit einer süffisanten Note von Zimt. Auf Weihnachtsmärkten halten anonyme Alkoholiker ihre Treffen ab, um ihre eigene Achterbahn zu fahren. Familienväter kaufen 100 Lose, um dutzende Plüschtiere gigantischer Ausmaße in einer vollen Bahn auf dem Kopf geschnürt nach zu Hause schleppen.

Einkaufstüten flitzen mit Menschen panikartig von Geschäft zu Geschäft, als wenn es keinen Morgen gäbe. Shopping-Arkaden ähneln Kriegsschauplätzen, wo jeder bereit ist bis zum bitteren Ende zu kämpfen. Die Weihnachtszeit wird dazu dramatisch von Songs untermalt, die uns seit Jahrzehnten die Ohren bluten lassen und „Last Chrismas“ heißen, als würden wir es nie wieder erleben.

Ein sabberndes Kind schmeißt dir seinen abgekauten Kandisapfel vor die Füße und rennt schreiend weg. Farben überschlagen sich wie in einem Kunstwerk von Kandinsky und der Geruch von abgestandenem Glühwein penetriert dich unentwegt.

Du stehst da, ziellos zwischen beschwipsten Jugendlichen, liest die weihnachtliche Botschaft über einem Geschäft: „Ein Fest der Gefühle und Besinnlichkeit“ und spuckst in ihr hektisch-blinkendes Gesicht. Wie jedes Jahr. Gefühle sind immer noch Intimsphäre und können sich auch in Form von Magenbeschwerden bis hin zum Kotzreiz äußern. Besinnlichkeit zeigt sich durch spekulative Beobachtungen der Menschen auf der Eiskunstlaufbahn, in der Hoffnung sie würden irgendwann Stunts wie bei „Jack Ass“ präsentieren.

Als Kind liebte ich diese ganze Aufregung verbunden mit Krach und Bums. Schon am ersten Dezember bin ich hektisch im Kreis gesprungen, wenn ich morgens aufwachte, um die Nummer 1 meines Kalenders zu öffnen. Und das wurde mit Blick auf den 24. Dezember nur schlimmer. So schlimm, dass nicht mal eine chronische Krankheit mithalten könnte.

Der Weihnachtsmann war mein Idol. Ich wollte mit einem Kugelbauch, rot-weißen Mantel bekleidet und stets den Sack voller Geschenke auf dem Rücken, durch die Stadt laufen. Im Dezember schaffte ich es immer pünktlich zur Schule, in Erwartung von Süßigkeiten, Kränzen und Kerzenkram. Sobald ich erfuhr, wann der Weihnachtsbaum in der Schule aufgestellt werden würde, wollte ich vor dem sonst üblich verhassten Gebäude zelten. Ganz klar.

Meinen Eltern gingen am Heiligabend die Haare zu neige. Während ich eine wilde Party mit Weihnachtsschleifen und Paketen feierte, saßen die Beiden auf dem Sofa und aßen ausdruckslos Kartoffelsalat. Ich schleppte alles mühsam in mein Zimmer und suchte a la Gollum 1 A-Verstecke für meine Schätze. Teilen war nicht so mein Ding. Das hat sich inzwischen geändert. Zum Glück.

Auf Geschenke gebe ich nicht mehr so viel. Wo früher die Quantität zählte, ist heut eher die Qualität von Interesse. Es kommt nicht auf Preis oder Größe an, sondern viel mehr um den Wert und Gedanken des anderen. Ich bin großer Fan von Selbstgebasteltem. Das sind die wahren Geschenke, die die vom Herzen kommen.

Doch Eingepacktes hin oder her, was nützt der größte Stress, wenn es doch „gefühlvoll und besinnlich“ sein soll? Nichts. Eben. Zurücklehnen, Beine hoch und Glüh-Tee trinken. Meinetwegen auch Plätzchen backen und bitte nicht jeden Tag aufs Neue den Kontostand verfolgen, inwieweit jetzt der Flat oder Mac für den Sohnemann gekauft werden kann. Denn dann sollte das Weihnachtsfest doch bitte „kopflos und kapitalistisch“ heißen.

Und überhaupt, Neo-Disco-Christmas-Songs, ein Schokoladen-Supermarkt und Weihnachtsfeiern in der Firma, die mehr Geld verschlingen als ein wohlverdientes Weihnachtsgehalt, sind einfach nur gesundheitsschädlich und nervenaufreibend. Was hat das noch mit Weihnachten zu tun?

Es ist schön, die Zeit mit seiner Familie im kleinen Kreis zu verbringen, noch einmal kurz inne zu halten und die Ruhe vor dem kommenden Jahr zu genießen. Keine Frage. Wir kochen gemeinsam, gehen ins Theater und flüchten vorm Alltagsleben. Für einige Tage und das ist auch gut so. Aber muss man diesem ewigen Kampf der affektierten Freude und Schenkerei nachhängen wenn das Konto partout im Dispo ist?

Dann verkrieche ich mich lieber zu Hause unter meiner kuschelig warmen Decke und träume. Träume von meinem eigenen Glitzer-Weihnachtsfest mit meinen Liebsten und davon, dass dieser Alptraum bald vorbei ist und die Menschen wieder bei Sinnen sind. Denn dass können wir doch am besten, unseren alltäglichen Späßen nachgehen. Auch ohne Lametta.

Der Duft eines Buches

Ein Duft entwickelt sich mit seiner Zeit. Jahrzehnte brauchte der Patchouli-Duft, sich aus ursprünglich orientalischem Gebiet bis hin zum Dorf-Gothic vorzukämpfen. Oft wird dieser auch mit Hippies und Muff verbunden, da er als Schutz vor Ungeziefern gilt. Also mehr Zweck als Parfum?

Da stellt sich mir die Frage, was es mit dem Bücherduft nun auf sich hat. Ich liebe Bücher und mag ihren Geruch, aber diesen an einem Menschen wahrzunehmen, ist mir dann doch irgendwie suspekt. Mr. Modemacher Karl Lagerfeld ist da wohl ganz anderer Meinung:

„Der Duft eines frisch gedruckten Buches ist der beste der Welt“, schreibt Lagerfeld im Vorwort zu ‚Paper Passion‘. ‚Paper Passion‘ ist ein Buch mit einem weißen Leinen-Einband, das hinter 32 bedruckten Seiten in einer Aussparung einen Flakon versteckt. Nicht nur das Vorwort stammt vom Modeschöpfer, auch die Verpackung hat er designt.

Den Duft hat Parfumeur Geza Schön kreiert. Dieser erinnert an die besondere Geruchsmischung von Papier und Tinte, die beim ersten Aufschlagen eines guten Buches gefangen nimmt. Geza Schön ließ sich dafür von dutzenden Büchern, Papiermustern, Tinten und Farben inspirieren. Um eine ausgewogene Mischung aus Papier und Parfüm-Ästhetik zu erhalten, fügte er Osmanthus- und Moschusnoten bei.

Das ungewöhnliche Projekt hat der Verleger Gerhard Steidl ins Leben gerufen und zusammen mit dem Wallpaper Magazine umgesetzt. Ab August soll ‚Paper Passion‘ weltweit in Buchhandlungen, Museumsshops sowie Concept Stores und Nischenparfümerien verkauft werden und um die 88 Euro kosten. (via Vogue)

Also ehrlich, für dieses Geld decke ich mich dann doch lieber mit richtigen Büchern ein, die meinen Sinnen mehr zu bieten haben, als sie blindlings zu vernebeln und den Geruch einer alten Zeitung umherzutragen. Buch bleibt Buch. Und Patchouli bleibt eben auch nur Patchouli.

Pharrell Williams schreibt jetzt auch

 

Und wieder ist ein neuer Star-Autor geboren. Das Multitalent Pharrell Williams hat seine Autobiographie niedergekritzelt und wartet im Oktober in den Staaten mit seinem Style-Diary auf. Darin verarbeitet er Persönliches, Primitives und Populäres. Und Fotos. Es wird Interviews mit Freunden wie  Jay-Z, Kanye West und Hans Zimmer geben. Und noch mehr Fotos.

Ganz logisch ist somit auch der Name des Werkes: PLACES AND SPACES I`VE BEEN 

Na dann, ich warte geduldig. Auch wenns nicht so dramatisch viel zu lesen geben wird, gibt’s dennoch wertvolle Meilensteine zu beobachten, die Pharrell im Medien-Business geschaffen hat.

In Analogie zu Justin Bieber, der in FIRST STEP 2 FOREVER seine Kindergartenzeit umgeht und sich gleich vollends mit Babyspeck und fehlendem Zahnspangen-Gerüst auf die Bühne stürtzte. Da verspricht das stundenlange Anstarren einer Erbse sicher mehr.

Aber darum geht’s ja nun nicht, also Pharrell – dich kauf ich!

>Hier< könnt ihr schon vorbestellen.

 

Hardcore Help Foundation

Die Post-Hardcore Band WATERDOWN ist jetzt auf Abschiedstournee und hat sich für diese einen ganzen besonderen Anlass zu Herzen genommen. Sie sammelt auf jedem Konzert im April und Mai ein altes Hardcore/Punkrock-Shirt der Besucher und versteigert alles zusammen am Ende ihrer Tour an Interessenten. Der Erlös der Spende geht an Kinder in Afrika, Obdachlose in Deutschland oder Fukushima-Opfer in Japan. Eben überall hin. Also seid auch ihr dabei!

Unterstützt die Hardcore Help Foundation: http://hardcore-help.com/

Kramt eure alten Shirts raus, geht für gerade mal 10Euro (wenn überhaupt) zum Konzert und fühlt euch gut dabei.

<3 & Peace!

Be your own Valentine

Es ist Valentinstag. Und bisher war mein Tag ganz wunderbar, um nicht zu sagen die schönste Liebeserklärung seit drei Jahren. Es ist wohl das beste Gefühl auf der Welt jemanden zu lieben… zu empfinden, zu schwärmen, Emotionen zu zeigen, zu teilen und einfach permanent Sex zu haben. Absofuckinglutely!

Aber dafür muss man auch hart arbeiten, denn mal eben in den Späti zu gehen, eine Tiefkühlpizza und drei Bier zu kaufen, um die nächste Blondine in pinkfarbener Jogginghose anzusabbern: „Du, ich hab die besten Filme zu Hause.“ funktioniert in diesem System leider nicht.

So wie sich viele Liebe vorstellen, läuft sie darauf hinaus Additionsaufgaben von 1+1 zu lösen und dann mit einem kleinen Bienchen, haufenweise Küssen und lustvollen Geschlechtsteilen belohnt zu werden. Dies schlägt dann von einer hoch geschätzten Qualität in eine stupide Quantität um und zack sind er/sie/es eine prädestinierte Hure der 0-8-15-Liga unter den Singles. Herzlichen Glückwunsch!

Doch noch viel schlimmer ist die Arroganz und Ignoranz des Singles. Menschen, die nur mit sich leben können, weil sich ihre eigene Narzissmuswolke just in einer Umlaufbahn vom Radius Null befindet, sollten es auch einfach dabei belassen und besser darauf achten, wo sie jetzt stehen und wie sie da stehen. Der Scheißhaufen unter dem Schuh wusste es leider auch nicht besser.

Also Leute, hört auf herum zu heulen und alles und jeden, der irgendwie glücklich daherkommt, zu haten. Bitte liebt erst mal euch selbst, bevor ihr einen anderen liebt. Marilyn Manson hat es schließlich auch so gemacht.

LOVE und

Liebste Liebesgrüße zum Liebestag!